Über

Ein Blog von einer Frau in verschiedenen Welten.

 

Als Frau

Als Betreuerin

Als Ehrenabteilungsmitglied

 

Und doch ein einfacher Mensch mit verwirrten Gedankengängen...

Alter: 26
 


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Blog

So spielt das Leben

Mein Leben spielt im Moment total Scheibe. Wenn ich überlege das ich glücklich bin und dann doch wieder nicht frage ich mich, was ist eigentlich mein beschissenes Problem???

 

Ich bin wieder mit meinem süßen Schatz zusammen. Somit dürfte der Kommentar in meinem letzten Blog beantwortet sein. Wer auch immer du bist, ich freue mich das du an meinem Leben teil nimmst. 

 

Ja ich bin wieder mit ihm zusammen und auch total glücklich, trotzdem hat sich nicht viel in meinem Leben geändert. Eigentlich hatte ich gesagt bevor ich wieder in eine Beziehung starte will ich mein Leben im Griff haben. Aber nichts ist geschehen und trotzdem ist es toll. Wenn wir zusammen sind dann vergesse ich einfach alles um mich herrum und bin die glücklichste Person auf der Welt. Wenn wir uns nicht sehen dann steht die Welt für mich still und jede Sekunde ohne ihn ist eine verlorene. Trotzdem habe ich das Gefühl, das er versucht mich in eine Ecke zu drängen. Nicht das es im negativen Sinne gedacht ist, aber ich will mich nirgends rein drängen lassen. Es ist schwer für mich zu eklären was ich wirklich meine. 

 

Gestern Abend hatte ich eine große Auseinandersetzung mit meinem Mitbewohner. Das ganze ist so sehr eskaliert, das ich mich selber verletzt habe und einige Kontakte wahllos aus meinem Telefon gelöscht habe. Leider war auch mein Freund unter den Betroffenen. Meine Erklärung ihm gegenüber war verdammt schwammig und ich konnte ihn auch verstehen als er zu mir meinte das er eigentlich die Beziehung beenden wollte. 

 

In Moment hasse ich mein Leben so wie es ist. Meine Arbeit nervt mich denn nur am Wochenende haben wir als Paar wirklich Zeit für einander und genau dann arbeite ich. Ich kann ihm nicht zeigen wie glücklich ich wirklich bin seiner Nähe. Ständig verletzte ich ihn mit falsch gewählten Worten ode Gesten. So langsam sollte ich mir echt etwas einfallen lassen. Denn ich will ihn nicht noch einmal verlieren.

 

Wie ich mir allerdings meine Zukunft vorstelle kann ich nicht sagen. Zur Zeit gibt es in meinem Augen für mich keine Zukunft. Alles in mir ist schwarz und schreit um Hilfe. Aber professionelle Hilfe kann ich mir nicht holen, denn ich will nicht wieder enttäuscht werden. Ich weiß das es nichts mit dem Therapeuten zu tun hat sondern mit mir. Aber mir selber einen Fehler ein zu gestehen wäre das letzte was ich im Moment tun würde. Ich weiß das keiner perfekt ist, aber ich will es sein - um jeden Preis! 

 

Ihr könnt jetzt sagen: "Die ist bescheuert, jeder Mensch hat Ecken und Kanten." Ja ich weiß und nu??? Ist ja auch egal so spielt halt das Leben...

1 Kommentar 9.11.12 23:47, kommentieren

Mein geteiltes Leben

Meine Hauptaufgabe im Leben besteht darin es allen recht zu machen. Normalerweise steht bei mir die Familie an erster Stelle, aber im moment sehe ich meine Mutter höchstens alle zwei Wochen einmal und meinen Bruder einmal im Monat. Und warum das so ist erzähle ich euch jetzt:

 

Es gibt da einen Mann in meinem Leben. Ich liebe ihn und auch wenn wir nicht zusammen sind, verbringen wir wundervolle Stunden zusammen. Er umsorgt mich, ist liebevoll, zärtlich und mein Ruhepol. Nur heute dreht er völlig durch. Ich weiß nicht was sein Problem ist, aber er will mich plötzlich nicht mehr sehen. Ganz im Gegenteil seine Nachrichten lassen darauf schließen das er sich über mich lustig macht. Heute morgen noch hat er sich gefreut mich zu sehen und mir gesagt das er mich liebt. Und jetzt? Der Grund dafür liegt in meinem Mitbewohner. Ja richtig ich wohne mit einem Mann zusammen der nicht nur mein Mitbewohner sondern auch gleichzeitig mein bester Freund und Ex Freund ist. Ich weiß kaum einer kann sich vorstellen wie man mit seinem Ex zusammen wohnen kann, aber mit viel Geduld und vielen intensiven Gesprächen geht auch das. Zurück zum Thema. Mein Mitbewohner ist gerade krank. Naja ich würde es nicht als krank bezeichnen ich denke eher er macht blau, denn wer sich rum treiben kann, der kann auch arbeiten gehen aber das ist wieder ein anderes Thema. Wie auch immer... seit ich gerade Essen für uns gekocht habe ist der Mann meines Herzens total komisch zu mir... Mal ganz davon abgesehen das ich ihm immer wieder klar machen muss das ich ihn liebe und er alles für mich ist. Ich will keinen anderen weder im Bett noch in meinem Herzen! Ich soll mich um meinen Mitbewohner kümmern und die Zeit die ich für uns, also für meinen Herzensmann und mich eingeplant hatte, soll ich mit ihm verbringen. Morgen soll ich doch auch gleich verplanen ect ect... 

 

Es tut weh weg gestoßen zu werden und es sind ganz neue Erfahrungen die ich da gerade mache. ich hoffe nur das er dies hier liest und sich gedanken darüber macht wie sehr er mich doch damit verletzt. ich weiß nicht was ich ihm getan habe oder wo sein Problem liegt, was er laut seiner Aussage ja nicht hat, aber sowas möchte ich nicht nocheinmal erleben müssen.

 

 

1 Kommentar 8.10.12 17:05, kommentieren

Mein Leben ohne Vater

Diese Überschrift ist schon ein verdammt schweres Thema. Viele Kinder wachsen heutzutage mit nur einem Elternteil auf. Viele merken gar nicht wie schwer es ist, wenn die Bindung zu dem fehlenden Elternteil kaputt geht oder gar nicht vorhanden ist.

 

Mir selber geht es genau so! Ich habe einen Erzeuger, einen verstorbenen Papa und einen neuen Papa. 

Zu meinem Erzeuger: Dieser Mensch wir nennen ihn mal Peter, ist ein sehr egoistischer Mensch. Er will mit mir als seiner Tochter nichts zu tun haben. Selbst das zahlen von Alimenten war ihm irgendwann zu viel und somit strich er mir den Unterhalt. Leider durfte er das, denn ich leide und litt auch zu dem Zeitpunkt unter schweren Depressionen und war nicht arbeitsfähig. Peter will also nichts mit mir zu tun haben, aber wie sieht es mit seinen Eltern aus? Tja was soll ich sagen, auch diese Menschen wollen von mir als ihr Enkelkind nichts wissen. ich habe einmal angerufen und einen Brief geschrieben doch nie kam etwas zurück. Es tut weh wenn Menschen die eigendlich selbstverständlich sein sollten, nichts mit einem zu tun haben wollen.

 

Zu meinem verstorbenen Papa: Mein verstorbener Papa wir nennen ihn Hans, war ein wundervoller und liebevoller Vater. Auch wenn wir als seine Kinder selten bis nie etwas von ihm gehört haben, konnten wir ihn immer besuchen oder ihn anrufen. Warum ich das selten getan habe? Ich weiß es nicht und bereuhe es zu tiefst. Leider verstarb mein Papa 2011 an Krebs und ich kann ihm nie wieder sagen wie lieb ich ihn habe und wie sehr er mir eigendlich fehlt. Wieso ich ihn Papa nenne? Er ist der Vater von meinem Bruder und war die ersten Jahre auch für mich da. Seine Familie hat mich aufgenommen wie sein eigenes Kind und auch heute nach seinem Tod bin ich ein Teil von ihnen.

 

Zur meinem neuen Papa: Wir nennen ihn mal Jochen. Jochen ist ein Mensch den man nur schwer einordnen kann. Und auch heute 16 Jahre nachdem er in unser Leben getretten ist, ist es schwer für mich mit ihm umzugehen. Manchmal ist er ein sehr witziger Mensch mit dem man gut reden kann und manchmal ist er sehr ernst und der Sprung dazwischen ist auch für mich noch schwer erkennbar. Trotzdem ist er für uns Kinder da. Immer wieder hat er sich für uns eingesetzt und uns geholfen wo er konnte. Ich bin froh das meine Mama ihn kennen gelernt hat. Aber ich sage nicht Papa zu ihm. Nur in meinem Telefon und in meinem Herzen ist er Papa, denn ich habe Angst vor seiner Reaktion und wie er es auffässt. 

 

Also fassen wir mal zusammen: Ein Erzeuger der Angst vor seinen Gefühlen hat, einen toten Vater der nie wieder kommen wird und ein Vater den man nur schwer einschätzen kann. Aber trotzdem, ein Leben ohne verstorbenen Papa und ohne neuen Papa kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen.

 

Und mein Erzeuger? Naja wie gesagt es tut weh aber irgendwann wird vielleicht auch diese Wunde heilen und bis dahin werde ich stark sein.

23.9.12 12:46, kommentieren

Wenn das Herz schreit

Wenn das Herz schreit ist mein neuestes Thema. Genau das beschäftigt mich schon seit 2 Tagen.

 

Ich habe vor zwei Tagen einen großen Fehler gemacht. Denn ich habe mich von dem Menschen getrennt den ich sehr Liebe. Wie das passiert ist? Ganz einfach ich habe einmal in meinem Leben auf die Ratschläge von Freunden und deren Meinung gehört. 

 

Sätze wie:" Er tut dir nicht gut", "schau dich an, bald trägst du ein Kopftuch", "nichts darfst du mehr", " Er hat einen Kontrollwahn, pass auf dich auf"... und und und haben mich den ganzen Tag begleitet

 

Am Besten war allerdings: " Trenn dich von ihm, damit kannst du nichts falsch machen, er zieht dich immer mehr runter." 

 

Was habe ich jetzt davon? Ein gebrochenes Herz. Denn was ich in dieser Situation nicht beachtet habe ist, was mein Herz gesagt hat. Es hat mich förmlich angebrüllt: "tue es nicht!!" 

 

Nie habe ich auf andere gehört, habe mir immer mein eigenes Bild über Situationen und Personen gemacht. Nur dieses eine Mal dachte ich, naja warum sollten die mir Blödsinn erzählen?! Jetzt habe ich verstanden um was es ging.

 

Mir wurde es einfach nicht gegönnt glücklich zu sein. 

Was ich jetzt davon habe ist ein gebrochenes Herz und Schmerzen die ich so noch nie gekannt habe.
Diagnose: Liebeskummer!

Ich will diesen Mann wieder haben. Ohne ihn ist es einfach nicht mehr das, was mich glücklich macht. Aber kämpfen? Er sagte in einem Gespräch zu mir das er mich nicht zurück nehmen kann, weil ich sein Ego mit dem Schlussstrich verletzt habe. Mit diesem Satz zerbrach eine Welt für mich und meine Gefühle. Langes betteln ist nicht meine Art aber ohne ihn will ich nicht sein, zum Glück ist er mir entgegen gekommen und sagte zu mir: " Ich will dir keine Hoffnungen machen aber wenn du mir ein paar Tage Zeit gibst, kann es vielleicht nochmal was mir uns werden:" Es gab mir natürlich Hoffnung, aber ich weiß das ich einiges ändern muss. Aber ich tue es gern!

Ich habe gedacht das ich ihn ein paar Tage alleine lassen sollte aber stattdessen möchte er mich bei sich haben. Ich genieße diese Nähe und wir verstehen uns prima, aber wenn es dann an die Entscheidung geht, dann habe ich noch viel mehr angst das er mir sagt das es nicht mehr geht. Es würde mein Leben wie ein herrunter fallenden Spiegel zerbrechen. Darüber aber jetzt schon nach zu denken wäre falsch. Ich habe mir vor genommen, ich werde mich ändern. Jeden Moment genießen und vor allem, ihn so nehmen wie er ist. Ein wundervoller Mensch mit Ecken und Kanten die ich sehr liebe.

 

Also süßer, wenn du das hier liest, melde dich!

27.8.12 10:21, kommentieren

Die große Liebe

Gibt es die große Liebe wirklich? Ich lag gerade mit meinem Freund gelassen auf dem Sofa und plötzlich fällt mir dieses Thema ein. Wer bestimmt wann es die große Liebe ist und wer nicht? Und wie lange muss man zusammen sein um das behaupten zu können?

 

Ich glaube ja das es nicht nur eine große Liebe gibt. Mit jeden Partner fühlt man sich wohl und jeder gibt einem auf seine eigene Art und Weise Zuneigung und Liebe. Jede Liebe zu einer Person ist anders. So sehe ich das zumindest. Aber wer sagt mir das diese Einstellung die Richtige ist? Fragen über Fragen.. ich versuche es mal zusammen zu tragen aus der Sicht einer Frau.

 

Jeder Mann gibt einem das Gefühl die Einzigste im seinem Leben zu sein. Wir Frauen wollen das ihr Männer uns die Welt zu Füßen legt. Ihr Männer versucht euer Bestes und würdet alles für uns tun aber nichts ist uns genug. Egal was ihr macht, ihr könnt es uns eh nicht Recht machen. Wofür dann die ganzen Mühen?

Es gibt Männer die scheuen keine Kosten, aber nur die käuflichen Frauen lassen sich so was lange gefallen. Und so langsam glaube ich, schweife ich vom Thema ab...

 

Also die große Liebe aus meiner Sicht... Er muss, NEIN, ich wünsche mir von meinem Partner, dass er Liebevoll und Zärtlich zu mir ist. Ich bin ein sehr komplizierter Mensch also braucht er sehr viel Verständnis und Geduld. Allerdings brauche ich auch sehr viel Aufmerksamkeit und Führsorge, ein einfaches "wie geht es dir" oder "was ist los", bringt mich nicht gleich zum reden. Er muss mir schon ansehen das mich etwas bedrückt oder quält. Weiter muss er mich zum Lachen bringen. Mein Leben ist schon schwer genug und lachen ist bekanntlich gesund. 

So wie jetzt hat er, mein Freund, mich gleich gefragt ob ich über ihm schreibe. Ja natürlich. Er füllt mein Leben aus und ich bin sehr glücklich mit ihm. Auch wenn er ständig über belanglose Dinge lacht, aber das zeigt doch eigentlich das er die Lebensfreude nicht verloren hat. Die Kleinigkeiten des Lebens sind wichtig. Und nun wieder zurück zur großen Liebe...

 

In ihm vereinen sich alle Eigenschaften die ich mir von einem Partner wünsche. Heißt es also er ist meine große Liebe? Ich hoffe es, denn noch nie in meinem Leben hat sich ein Mensch so für mich ins Zeug gelegt und noch nie habe ich mich so wohl gefühlt wie in jeden Moment in seiner Nähe... Mit Stolz im Herzen sage ich also.... JA er ist meine große Liebe!

26.7.12 21:12, kommentieren

Mein Leben

Ich hatte wirklich gedacht, dass ich öfter blogge als andere. Aber so langsam merke ich das in meinem Leben gar nichts spannendes mehr passiert. Klar ich bin blutjung und müsste jedes Wochenende auf Party gehen wie andere in meinem Alter, aber was mache ich stattdessen? ich sitze abends gemütlich auf dem Sofa und ziehe mir dieses öde TV Programm rein. Oder ich mache einfach gar nichts. Eigendlich traurig wenn man überlegt das andere "angehende" Frauen in meinem Alter abends um 20 Uhr aufstehen, sich aufstylen und feiern gehen, oder?

Ich halte mich im Gegensatz dazu für Erwachsen. Aber wenn man erwachsen ist sollte man dann nicht einen einzigen Partner haben und mit ihm glücklich sein? Eigentlich schon nur ich nicht. Ich habe in den letzten 6 Monaten öfter meine Freunde gewechselt als manch anderer seine Unterhose. Wenn ich so darüber nachdenke ist es traurig. Vielleicht will ich auch einfach nur meine Probierphase aus der Pubertät nachholen. Damals war ich in einer festen Beziehung und habe mich nicht ausgetobt. Aber jetzt mit 21??? 

So habe ich bis vor kurzem auch gedacht. Und jetzt habe ich mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ich werfe meinen Mitbewohner raus, habe eine feste Bindung zu meinen Eltern und einen Freund mit dem ich wirklich glücklich bin. Nur das alles erfüllt mich noch lange nicht. Ein fester Job oder das Abitur würden es vielleicht noch ein bisschen mehr abrunden.

Aber statt mich dahinter zu klemmen, habe ich einfach nur Angst das mir meine Lunge reißt. Ach gestern hatte ich den Termin in der Lungenklinik und was soll ich sagen... Ich muss doch nicht operiert werden. Eigentlich schade, denn sie wollen einfach nur warten bis mir die Lunge noch einmal reißt, so ganz spontan versteht sich. Ob ich glücklich bin mit der Entscheidung der Ärzte? Nein, denn wenn es noch einmal passiert will ich lieber sterben. Noch einmal halte ich diese Prozedur im Krankenhaus nicht aus. Diese Schmerzen und diese Demütigung könnte ich nicht noch einmal ertragen. Klar würden sie bei der OP nur zwei ganz kleine Schnitte machen, aber die Drenage bleibt mir trotz allem nicht erspart. 

Ich glaube ich habe einfach nur Angst das mein Leben doch einen Sinn haben könnte. Die Vorstellung alles könnte perfekt sein ist schon irgendwie beängstigend. 

Wenn ich mein Leben noch einmal Leben könnte, mit dem Wissen von heute, dann würde ich alles anders machen. Nicht Rauchen, fleißig zur Schule gehen und direkt nach der 10. Klasse das Abitur machen. Aber ob ich dann heute so "glücklich" wäre, weiß ich nicht. 

Ich bete zu Gott, dass er mir beisteht in den nächsten Monaten und mir hilft alles richtig zu machen. Auch wenn es kein richtig oder falsch gibt, will ich versuchen das Beste aus diesem verkorksten Leben zu machen. 

 

21.7.12 15:39, kommentieren

Mein Leben nach dem 20. Januar 2012

Am 20. Januar 2012 veränderte sich mein Leben. Was passiert ist? Ich erzähle es euch:

 

Es war ein wunderschöner Januartag und ich war mit meinem Bruder schon früh unterwegs. Als wir um 13 Uhr in die Jugendeinrichtung, in der ich Ehrenamtlich arbeite, ankamen spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner Brust. Sofort dachte ich das mein Herz wieder einmal spinnen würde doch zu dem Schmerz gesellte sich die Atemnot. 

Sofort liefen wir zum Bus und von unterwegs rief ich meinen damaligen Freund an, ob er in der Nähe wäre um mir eventuell mein Notfallmedikament vorbei zu bringen. Leider ging dies nicht und auch im Bus verschlechterte sich mein Zustand zusehens. 

Am Bahnhof angekommen, konnte ich kaum noch laufen und nur noch sehr wenig sprechen. Alle paar Schritte musste ich stehen bleiben um 3 Worte sprechen zu können. Diese 200m waren die schlimmsten in meinem Leben. Bei meiner Mutter angekommen, warf ich mich sofort auf das Sofa doch keine Position gab mir die Hoffnung auf mehr Luft.

Nachdem auch mein Blutdruck bedrohlich sank, entschied sich mein Bruder dazu mir einen Rettungswagen zu rufen. Da wir davon ausgingen das es das Herz war sagte er dies auch dem Leitstellendisponenten. Dieser nahm seinen Job wohl sehr ernst, oder das Snap System meinte es gut mit mir, aber kurze Zeit später stand der First Responder, ein RTW und der Helikopter des ADAC in meiner Straße. 

Nach einem kurzen Check des First Responders schaute mich die Besatzung an als wenn ich ein Ding an der Waffel hatte. Blutdruck leicht zu tief, Puls viel zu hoch und einen Sauerstoffsättigung von 100. Trotzdem habe ich nach Sauerstoff gefleht. Zu meiner Erleichterung entscheid sich der eine dazu mich an die Sauerstoffpulle anzuschließen. Die RTW Besatzung gesellte sich zu uns und schaute zu wie ich da heulend vor Schmerzen mich immer wieder in eine andere Position warf. Mein Glück, der Notarzt verstand etwas von seinem Beruf und es dauerte nur 10 Sekunden und der Zugang lag. Blöd nur das jeder Mensch Venenklappen besitzt. Also Zugang wieder raus und an anderer Stelle wieder rein.

Ich weis zwar nicht was er mir da gespritzt hat, aber es war mir auch egal denn es hat nichts geholfen. Die Entscheidung war gefallen ich musste mit ins Krankenhaus. 

Im Krankenhaus angekommen klebte man mir sofort EKG Pads auf die Brust. Doch leider ohne Befund. Interessant wurde es erst als der Arzt mein Zimmer betrat. Mit einem freundlichen Grinsen, eröffnete er mir das es für mich jetzt zum Röntgen geht da sie den Verdacht haben das meine Lunge gerissen war. Ich dachte mir so, das darf nicht sein der Typ verarscht mich doch und ich habe mir vielleicht einfach nur einen Nerven eingeklemmt. Doch es sollte alles anders kommen. Natürlich hatte dieser Arzt recht, was will man auch erwarten. 

Jippie, auf in den Schockraum eins. Wo auch schon ein attraktiver Assistensarzt, sein wunderbarer Vorgesetzter, eine Schwester und ein (ich denke) Zivildienstleistender auf mich gewartet haben. Legen sie sich so hin wir machen dies und das. Was hat der gerade gesagt, er will mich aufschneiden? Ähm Leute ich glaube weniger. Tja mein Mitspracherecht hatte ich wohl am Eingang abgegeben. Es pieckste kurz und dann fing der, vorher noch sehr attraktive, Assistensarzt an zwischen meiner vierten und fünften Rippe rum zu fummeln. Während die Schwester dafür sorgte das ich in einer Kombination aus schlechten Kamasutra und noch schlechterem Joga liegen blieb, telefonierte der andere Arzt per Lautsprecher mit der Station. Ich hielt die Luft an als der Herr der Meinung war er müsste mal, in Hackfleisch like, an meiner Rippe rumfingern. Als ich seine Hände sah konnte ich mir einen blöden Spruch einfach nicht verkneifen.

" Ich hoffe für Sie das ist nicht mein Blut was Sie da an den Händen haben!"

Hä? Bin ich wirklich so bescheuert? Das darf doch nicht wahr sein. Der Zivi sah mich schockiert an und die Schwester musste sich ein dickes Grinsen verkneifen.  Drenage drin und ab geht es auf die Station. Wow was ist das denn für ein geiler Pfleger? Ich glaube es könnte mir hier doch gefallen. Umbetten, auuuuuuuua! Wissen die eigendlich was die hier machen? Nachdem dies geschafft war, freute ich mich nur noch auf eine ordentliche Dosis an Schmerzmitteln. Dosis rein, Augen zu. So könnte es weiter gehen. Nachts allerdings der Schock. Wo bin ich? Was mache ich hier? Und wer um alles in der Welt hat mir einen Schlauch an meine Seite genäht? Langsam lies ich mir alles noch einmal durch den Kopf gehen.

Wenn ich zu dem Zeitpunkt gewusst hätte was noch alles auf mich zu kommt, hätte ich mich lieber in eine Ecke verkrochen und wäre noch lieber gestorben. 20 Jahre alt und ich musste wieder gewaschen werden, alleine auf die Toilette ging auch nicht mehr und vernünftige Klamotten, davon träumte ich nur noch. Diese unerträglichen Schmerzen. Nur auf dem Rücken liegend ohne Fernbedienung oder Fensterblick. Diese Vorteile ergatterte sich mein Bettnachbar. Er schnarchte und sprach kaum ein Wort. Leider kann ich mich an die ersten eineinhalb Tage nicht mehr erinnern. Die Schmerzen und die Medikamente haben meine Erinnerung total ausgelöscht. Wohl besser, wenn ich heute meinen Besuch frage was passiert ist, will mir niemand etwas genaues Erzählen.

Nach drei Tagen kam der Arzt und sagte mir das sie jetzt die Pumpe abklemmen würden um zu schauen das die Drenage schnell wieder raus kann. Nach 12 Stunden die Röntgen Kontrolle. Leider hatte ich noch Luft im Brustkorb so das die Pumpe weiter ihren Dienst tun musste. Am nächsten Tag wurde ich wieder abgeklemmt. Dieses mal stürmte der Doc in mein Zimmer brüllte die Schwester an das es nicht sein könne das die in der Rettungstelle nur scheiße bauen und das "Heimlichstück" nichts in dem Aufbau zwischen Schlauch und Pumpe zu suchen hatte. Also weiter saugen. Ich habe schon nicht mehr dran geglaubt doch am fünften Tag war es so weit. Morgens abklemmen, zur Röntgenkontrolle und dann das Ergebnis. Die Drenage kommt raus. Juhu, jetzt kann es nur noch besser werden. Denkste! 

 Um das ganze jetzt mal abzukürzen und die Besten Stellen streichend, die Drenage wurde gezogen ich kam noch zwei Tage auf die Unfallchirurgie und wurde dann nach Hause entlassen. 

Doch was jetzt kam war die Hölle. Ich konnte kaum Schlafen, durfte nicht Duschen und langes Laufen brachte mich beinahe um. 

Jetzt vier Monate später, hasse ich diese Narbe. Sie ist immer noch gerötet und meine Lunge tut oft noch weh. Langes Tanzen, Joggen oder  Fahrrad fahren kann ich nicht mehr. Oft denke ich an die Zeit vor dem 20. Januar nach. Wie unbeschwert man sein Leben doch leben kann und von jetzt auf gleich ist alles anders. 

 

Mit einen Spontanspneumothorax ist nicht zu spaßen aber ich wünsche es nicht mal meinem Feind. 

Ich danke meinem Bruder der mir an diesem Tag mein Leben gerettet hat. Ohne dich würde ich heute nicht mehr sein.

1 Kommentar 16.5.12 19:42, kommentieren